Die Radio Sulzbach Nachrichten

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Stand: 05.06.2024



 

Hochwasserhilfe in Höhe von 870.000 €

Nach Hochwasser ist der Bundesstaat gefordert

Im Hallenbad entstanden Millionenschaden

Saar bleibt für die Schifffahrt gesperrt

Keine Strafanzeige gegen Wagenknecht

Bislang haben die Landkreise im Saarland nach dem schweren Hochwasser an Pfingsten etwa 870.000 Euro an Soforthilfe bewilligt. Bisher wurden über 1300 Anträge auf Soforthilfe erhalten. Die Soforthilfe könnte den Betroffenen innerhalb weniger Tage nach dem Bescheid gezahlt werden, wie der Landkreistag erklärt. Darüber hinaus haben 38 Personen ohne Elementarschadenversicherung bisher Anträge gestellt. Je nach den Umständen könnten sie vom Land die Hälfte ihrer Schäden in Höhe von 5000 bis 150.000 Euro bekommen.

Nach dem verheerenden Hochwasser an Pfingsten forderte der Saarländische Städte- und Gemeindetag (SSGT) eine umfangreiche Bundeshilfe für den Wiederaufbau und die Hochwasservorsorge. Laut SSGT-Präsident Aumann und seinem Stellvertreter Meyer wurden Straßen und Wege sowie kommunale Gebäude teilweise stark beschädigt. Noch ist die genaue Höhe des Schadens unklar. Die Kommunen, die sich ohnehin in einer schwierigen finanziellen Situation befanden, erlitten den Schaden. Die Hilfe des Landes war unzureichend. Daher sollte sich der Bund in großem Umfang engagieren.

Aufgrund des Hochwassers am Freitag vor Pfingsten wurde das Hallenbad in Lebach schwer beschädigt. Der Schaden beträgt laut Stadt mehrere Millionen Euro. Es wird derzeit ermittelt, welche genaue Reparaturkosten anfallen. Bürgermeister Brill erklärte, dass sich die Stadt die Reparatur nicht leisten könne, wenn es keine finanziellen Unterstützung vom Land oder vom Bund gäbe. Das Schwimmbad wurde seit dem Überschwemmungswasser geschlossen. Das Personal ist derzeit in anderen Stadtteilen tätig. Auf diese Weise konnte die Kurzarbeit der Mitarbeiter vermieden werden.

Nach dem Pfingsthochwasser ist die Saar weiterhin zum Teil für den Schiffs- und Freizeitverkehr gesperrt. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung Mosel-Saar-Lahn teilt dies mit. Der Grund dafür ist u. a., dass es in der Saar immer noch eine große Menge an Treibgut gibt und dass es an Fahrrinnenrandtonnen mangelt. Auch das Schwimmen im Fluss und Ruderbootfahren sind untersagt. Derzeit dürfen Boote im Saarbrücker Osthafen fahren, da Führerscheinprüfungen durchgeführt werden sollen. Eine Sonde dient zur Überprüfung der Fahrrinne in der Saar.

Im Gegensatz zu Bloomberg News hat der CDU-Bundestagsabgeordnete Kiesewetter die BSW-Chefin Wagenknecht nicht angezeigt. Dies wurde dem SR vom Bundestagsbüro bestätigt. Ob Kiesewetter Oskar Lafontaine kontaktiert hat, bleibt unklar. Der Sprecher von Kiesewetter wollte sich nicht dazu äußern. Kiesewetter wurde von Wagenknecht und Lafontaine in der Kampagne kritisiert. Der Grund dafür waren die Lieferungen von Waffen an die Ukraine und die Verwendung deutscher Waffen gegen Ziele auf russischem Territorium. Kiesewetter hatte Wagenknecht aufgefordert, ihn aufzuhalten.